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Prok. Rudolf Berthold

Technische Leitung
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Ing. Rudolf Berthold

Wie alles begann...


 

Bevor es 1989 zur Gründung meines Unternehmens kam, war ich im Rahmen meines Studiums als Vertrags- und später als Universitätsassistent an der Technischen Universität Wien tätig. Eine spannende Aufgabe, die mir unter anderem ein Forschungsprojekt über mikroprozessorgesteuerte Drehstromrichter für Siemens Österreich ermöglichte.
Im Zuge dessen konnte ich erste Kontakte zum Philips-Konzern (Sparte: Industrielle Automation) knüpfen, für den ich nach Abschluss des Forschungsprojekts eine kleine Bedien-/Steuerungssoftware für einen Beladevorort zu der gänzlich neuen Produktsparte „Logistikprojekte“ entwickeln durfte. Ein Projekt, das sich stetig erweiterte und das schließlich zu einem Wechsel zum Philips-Konzern führte, wo ich mich mit Software- und Projektierungsaufgaben befasste und später als Projektleiter für Wäge-, EMSR-, CNC- und Leittechnikprojekte tätig war.
1986 übernahm ich dann die Leitung der Abteilung Industrieprojekte. Weitere Umorganisationen führten 1989 zur Gründung meines eigenen Unternehmens, wobei ich vom Philips-Konzern als externer Berater – insbesondere für Audio-Visuellen- und Zutritts-Projekten – beauftragt wurde. Darüber hinaus konnte ich für die Philips Fabriken weitere Projekte akquirieren. Dabei ging es um die Entwicklung von Kopplungsprozessoren für die Anbindungen von komplexen Geräten (wie Roboter, Gravurgeräte und Produktionsmaschinen) an bestehende Steuerungen.

Erste Kunden aus dem Baustoffsektor


1990 gelang es mir, einen neuen Kunden zu gewinnen: Die Perlmooser Zementwerke traten an mich heran, um mein Know How für die Umsetzung eines umfassenden Versandautomationssystems zu nutzen. Das war die Geburtsstunde von VAS! Das Versandautomationssystem wurde im Zuge des Auftrags immer weiter verfeinert – so wurde etwa die Abwicklung für die Bahn integriert und mit mehreren Bedienebenen ausgestattet.
1992 kam ein weiterer Kunde aus dem Baustoffsektor dazu: Die W&P BauMit Zementwerke beauftragten Berthold mit der Errichtung einer Anlage für das Werk Wietersdorf und in Folge auch für das Werk Peggau sowie für das erste Auslandswerk in Sirac (Kroatien). Dabei wurden Aufgaben wie die Rezeptverwaltung, die Produktionsplanung und Steuerung, die Fahrzeugdisponierung oder die Werkzeug-, Zubehör-, und Containerverwaltung nicht nur übernommen, sondern mit sämtlichen Manipulationsschritten prozessorientiert dynamisch integriert.

Neue Herausforderungen


Neue Herausforderungen kamen auf uns zu, als wir die AEG und die Group Schneider als Partner gewinnen konnten, mit denen wir Projekte für Aktual-Fenster, Bank-Austria-Sicherheit, uvm. durchführten. Mit der Firma Seiler, dem Patenthalter für Verglasungstechnik, entwickelte Berthold ein neuartiges Verfahren für den Banknotendruck, in dem die anfallende Wischlauge zu 98% regeneriert werden konnte, was neben einer Kostensenkung auch zu einer größeren Umweltfreundlichkeit des Verfahrens führte.
Daneben übernahmen wir noch etliche andere Projekte, bei denen es um Wasseraufbereitung, Rauchgasreinigung, Müllverbrennung oder Kläranlagen ging.
Ein weiterer wichtiger Geschäftszweig von Berthold wurde die Dosierungsprozesssteuerung und Prozesskontrolle im Lebensmittelbereich. So konnten wir etwa für namhafte Süßwarenhersteller diverse Aufgaben in der Mischproduktion lösen und für die Firma Hipp die gesamte Babybreiproduktion in Kroation errichten.
Da der Baustoffsektor sehr konjunkturabhängig ist, führten wir 1997 eine neue Produktlinie ein: die Müll-Logistik. Die Werke Spittelau und Flötzersteig wurden mit einer ersten Stufe unseres Logistikkonzepts ausgestattet.

Die Geburtsstunde von VAS-II


Der technische Fortschritt machte 1998 die Geburt eines völlig neuen Systemkonzeptes möglich: Mit der Hilfe von externen Partnern entwickelten wir VAS-II®, die neue Generation der Versandautomationssysteme, das mit seinem modularen, frei konfigurierbaren Aufbau ein absolutes Highlight für Baustoffe, Müll und Biomasse in Europa darstellt. Das System basiert auf einer Oracle Datenbank und ist mit seinen prozessorientierten, steuerbaren Softwaremodulen, mit seinen konfigurierbaren Reporten und Fernwartungszugriffen bis zur untersten Ebene einzigartig. Nach der Fertigstellung im Jahr 2000 wurde VAS-IIÒ von Berthold markenrechtlich international geschützt.

VAS-II erobert den Logistiksektor


Unsere Neuentwicklung fand sofort Anwendung beim weltweit zweitgrößten Baustoffhersteller: Der heutige HOLCIM-Konzern installierte unser System in einem großen Werk in der Slowakei, es folgten Module für die Staplerkoordination, für eine Bahnkoordination und ein durchgängiges Qualitätsmanagement mit integriertem Labor. Somit wurde unser Logistikkonzept wohl zum mächtigsten, prozessorientierten Werkzeug im Logistiksektor. Von da an nannten wir es „Logistikleitsystem VAS-II“, da – ähnlich der Prozessleittechnik – sämtliche logistische Aufgaben in das System integriert werden können.
Bei der W&P BauMit konnten wir nicht nur die mit VAS ausgestatteten Werke auf VAS-II® aufrüsten, sondern weitere Werke in Slowenien, Bosnien, Lettland und Italien mit unserem Systemkonzept ausrüsten.
Im Laufe der folgenden Jahre konnten wir uns zum Anbieter von schlüsselfertigen Komplettlösungen entwickeln, der neben dem Logistikleitsystem VAS-II® auch die gesamte Wägetechnik, digitale Gegensprechanlagen für interne Kommunikation und Videoanlagen mit Zutrittskontrolle für Produktions- und Prozessüberwachung bereitstellt.

Neue Systeme für den Energiesektor


2002 konnten wir unseren Systemgedanken auch im Energiesektor anwenden. Bei der Fernwärme Wien wurden neben den bestehenden dynamischen Gleiswaagen nun auch dynamische LKW-Waagen für die Verwiegung der Müllsammelfahrzeuge in das System integriert. Zusätzlich wurde das gesamte Handling von Gefahrentransporten samt allen Nachweisen und Verordnungen aufgenommen, ebenso wie ein durchgängiger Prozessablauf vom Angebotswesen über die Geschäftsabwicklung und Lagerung bis hin zur Fakturierung.
Dieses umfassende Systemkonzept wurde auch von der AVN für deren Verbrennungsanlagen umgesetzt. Mit der EVN sind wir für die logistische Verarbeitung von Biomasse einen neuen Weg gegangen: Wir haben eine in VAS-II® integrierte Meßmethode zur Heizwertbestimmung entwickelt, mit der innerhalb von 24 Stunden eine Abrechnung basierend auf dem Heizwert des angelieferten Produkts durchgeführt werden kann.

Service und Support


Besonders stolz sind wir auf die Entwicklung unseres Service und Supports. Als erster Anbieter haben wir einen 24-h-Support mit garantierter Reaktionszeit eingerichtet, der unseren Kunden neben einem umfassenden Ersatzteillager auch die notwendigen personellen Ressourcen zur Verfügung stellt. Um unsere Kunden umfassend zu beraten, haben wir einen europaweit einmaligen Hotline-Support ins Leben gerufen. Unserer Erfahrung nach können rund 70% der Supportcalls noch während des ersten Telefonats gelöst werden. Denn meist ist das Problem nicht in der Hard- oder Software begründet, sondern hat mit falschen Datensätzen aus dem Hostsystem oder mit Bedienungsfehlern zu tun. In manchen Fällen handelt es sich ganz einfach nur um logisch richtige Reaktionen unseres Systems, wenn z.B. das Gültigkeitsdatum eines Auftrags abgelaufen ist oder ein Sperrkennzeichen wegen Bonität gesetzt wurde.
Einer unserer Hauptkunden, die W&P BauMit, war mit unserem Support so zufrieden, dass sie uns in allen ihren Werken die Aufgabe des Supervisors für das Logistiksystem übertragen hat. Eine Leistung, die wir im Rahmen unserer Vollwartungsverträge allen Kunden anbieten.

 

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