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Logistikleitsystem für Wittekind/Deutschland

Im Portlandzementwerk Wittekind schalten die Ampeln in Kürze auf Grün: Die Inbetriebnahme des neuen Logistikleitsystems BLS ist in vollem Gange.


Das Portlandzementwerk Wittekind Hugo Miebach Söhne KG mit Sitz in Erwitte/D ist nach dem Industriepark von Remondis in Lünen/D die zweite äußerst umfangreiche Anwendung des Logistikleitsystems BLS in Deutschland.

Nach Abschluss der Arbeiten werden, nach einem umfassenden Probebetrieb, ab Oktober 2018 alle An- und Auslieferungen dank BLS automatisiert abgewickelt.


Ab Oktober 2018 werden bei Wittekind alle An- und Auslieferungen dank BLS automatisiert abgewickelt.
 

Umfangreiche Versandlogistik für großes Zementwerk

Das Zementwerk Wittekind in Erwitte verfügt mit einem Drehrohrofen und zehn Schachtöfen über eine Tageskapazität von ca. 3.500 t Zement-Klinker.

„Für die geordnete Verladung der unterschiedlichen Produkte stehen in diesem Zementwerk 19 Silo-Verladestellen und eine Halle für Sackverladung mit Staplerbetrieb zur Verfügung. Anlieferungen erfolgen über mehrere Entladestellen wovon wir 3 mit BLS ebenso automatisieren.“ fasst Daniel Kerekes, verantwortlicher Vertriebstechniker von Berthold, die Ausgangslage kurz zusammen und ergänzt: „Bereits im Vorfeld war rasch klar, dass Berthold bei diesem Projekt enorme Erfahrung und umfangreiches Detailwissen einbringen kann.“

Joachim Berthold, MAS, Geschäftsführer der Rudolf Berthold Ges.m.b.H bringt es auf den Punkt: „Dank der hohen Flexibilität und Konfigurierbarkeit von BLS ist es uns gelungen, eine individuelle, aber dennoch wirtschaftliche Lösung für die Automatisierung der Versandlogistik umzusetzen.“


Für die geordnete Verladung der unterschiedlichen Produkte betreibt Wittekind 19 Silo-Verladestellen mit BLS-Selbstbedienungsterminals.


Schlüsselfertiges Komplettsystem

An der Ein- und Ausfahrt werden alle LKWs identifiziert und verwogen. Sämtliche an- und auszulieferten Güter werden automatisiert erfasst und die jeweiligen Daten den vordisponierten Geschäftsfällen zugeordnet.

Lieferpapiere werden automatisiert erstellt und direkt an den Selbstbedienungsterminals dem Fahrer übergeben.

Die zentrale Datenerfassung und automatisierte Abwicklung ermöglicht auch die direkte Fakturierung über das BLS-System.

Vorgelagerte Prozesse wie Angebote und Disposition werden ebenfalls in BLS durchgeführt, daher kann man bei BLS von einem „durchgängigen“ System sprechen. Insellösungen wie Excellisten und unterschiedliche Softwarelösungen gehören damit der Vergangenheit an.

Rudolf Berthold Ges.m.b.H liefert an Wittekind ein schlüsselfertiges Gesamtsystem:

  • Beratung, Planung, Engineering

  • Individuell konfigurierte BLS-Software inkl. Branchenmodul „Baustoffindustrie“

  • IT-Infrastruktur mit 2 SAN-Systemen, High Availability & High Performance

  • 1 Einfahrts- und 1 Ausfahrtsanlage, jeweils bestehend aus:

  • BLS-Selbstbedienungsterminal mit Touchscreen, Rechner, Barcodeleser und Drucker für Lieferscheine

  • LKW-Waage mit Auswertegerät, Schranken, Ampelanlage, Positionskontrolle, 2 Videokameras, Kennzeichenerkennung, Induktionsschleife

  • Eigener BLS-Selbstbedienungsterminal für Materialproben

  • 19 BLS-Selbstbedienungsterminals inkl. SPS zur Anbindung an die Prozessleittechnik, wandmontiert, für Verladestellen

  • 6 Stapler-Terminals mit LTE und WLAN

  • 3 Entlade-Terminals für automatisierte Anlieferungen

  • Barcode-Leser für Disposition, Labor und Wiegehaus

  • Testaufbau im Werk Pottendorf

  • Versand

  • Montage und Inbetriebnahme im Werk des Kunden

  • Schulungen

  • Go-Live Begleitung

Darüber hinaus wird es in Zukunft auch einen Wartungsvertrag geben, mit dem der reibungslose Betrieb über viele Jahre gewährleistet wird.


Die enge Zusammenarbeit von Wittekind und Berthold auch bei der Inbetriebnahme der Leittechnik-Schnittstelle – hier Ing. Christian Hauser/Berthold (li.) mit Anatoli Enbrecht/Wittekind (re.) und Projektleiter Thomas Braun/Berthold (hinter der Kamera)
 

Besonderheit: Probenentnahme

Manche Anlieferungen in das Zementwerk Wittekind bedürfen neben der mengenmäßigen Erfassung auch einer qualitativen Beurteilung und Erfassung. Auch dieser Prozess erfolgt über das BLS-System.

Dazu wird ein eigenes BLS-Terminal für Materialproben eingerichtet:
Direkt nach dem Einfahrtsterminal positioniert, erhält der LKW-Fahrer nach Identifizierung via QR-Code am „Proben-Terminal“ eine leere Probenschale.

Diese ist mit einem Barcode versehen und wird in BLS dieser konkreten Anlieferung (diesem Geschäftsfall) zugewiesen.

Im Zuge der Entladung an der Entladestelle zieht der LKW-Fahrer bzw. ein Mitarbeiter eine Materialprobe. Bevor der LKW das Zementwerk verlässt, wird die Schale am Probenterminal in einem Probenschrank für die Laborauswertung deponiert und via Barcodescanner identifiziert.

Nach erfolgter Auswertung im werksinternen Labor werden sämtliche relevanten Daten in BLS erfasst und stehen somit zentral für die weitere Verarbeitung wie Lieferschein und Verrechnung zur Verfügung.

Hohe Verfügbarkeit & hohe Performance

An die IT-Infrastruktur des Logistikleitsystems BLS werden bei diesem Projekt hohe Ansprüche gestellt:

Durch den hohen Durchsatz an Fahrzeugen bzw. Waren rückt für Wittekind auch die Performance des Logistikleitsystems in den Vordergrund. Hohe Datenmengen sind prompt zu verarbeiten.

Und das bei bestmöglichen Schutz gegen Ausfall und Datenverlust, denn besonders bei Logistikleitsystemen bedeutet eine Betriebsunterbrechung mitunter sehr rasch sehr hohe Ausfallskosten.

Rudolf Berthold Ges.m.b.H erfüllt diese systemrelevanten Anforderungen durch Verwendung der HAHP-Redundanz (High Avialability & High Performance). Die IT-Struktur basiert dabei auf 2 identen SAN Systemen, jeweils ausgestattet mit eigenem Powerserver, Netzwerkswitch und separaten USV.

SAN-Systeme sind für serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragungen großer Datenmengen konzipiert.

Für den Fall eines Ausfalles eines Systems steht ein identes Speichersystem mit exakt gleichem Status der Datenbank zur Verfügung. Ein Reboot ist nicht erforderlich, eine Betriebsunterbrechung kann daher bestmöglich ausgeschlossen werden. Und dies bei bestmöglicher Performance.


BLS sorgt auch für eine optimale Einteilung und Koordination der Stapler.
 

Staplerkoordination

BLS sorgt auch für eine optimale Einteilung und Koordination der Stapler. In jeden Stapler wird ein eigenes Touch-Terminal eingebaut, über das der Staplerfahrer seine Aufträge bekommt und diese der Reihe nach abarbeiten und quittieren kann.

Fehlverladungen werden praktisch ausgeschlossen.

Korrekturen können vom Staplerfahrer direkt auf seinem Terminal durchgeführt werden und der LKW- Fahrer bekommt bei der Ausfahrt automatisch seinen richtiggestellten Lieferschein.

Zum Einsatz kommt hier erstmals der neu in BLS integrierte „Mobile-Process-Interpreter“ der speziell für solche mobilen Anwendungen von uns entwickelt wurde.

Dieses und zahlreiche weitere Module des BLS-Systems entstanden aufgrund jahrelanger Erfahrung und enger Zusammenarbeit mit BLS-Anwendern. Dieses Know-how wird nun auch verstärkt in Deutschland genutzt.

Wichtige Referenz in Deutschland

„Als österreichischer Hersteller entwickeln und liefern wir seit über 25 Jahren schlüsselfertige Gesamtlösungen für die Versandlogistik von Schüttgütern, die lose oder in unterschiedlichen Gebinden per LKW oder Bahn transportiert werden. Dass wir mit dem Projekt Wittekind nun auf eine zweite umfassende Anwendung in Deutschland verweisen können, das freut uns besonders!“ schließt Joachim Berthold und steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung. KONTAKT



Portlandzementwerk Wittekind Hugo Miebach Söhne KG:
Seit beinahe hundert Jahren produziert Wittekind zunächst mit Hilfe von Schachtöfen und heute mit einem modernen Drehrohrofen Klinker. Dieser ist die Basis für hochwertige Zemente und Spezialbindemittel.
Eine Besonderheit des Zementwerkes Wittekind besteht in der Verwertung der brennbaren Anteile aus Haus- und Gewerbemüll als Sekundärenergie. Damit leistet das Zementwerk Wittekind einen Beitrag zur Schonung fossiler Energien und trägt damit maßgeblich zum Umweltschutz bei.


 

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